Tag 2 (10.09.2016): KOŠICE

DAS KENNENLERNEN

Am Tag des 10.09. traf sich die Gießener Reisegruppe morgens vor ihrem Hotel. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache führte uns Professor Bohn durch Košice. Thema seiner Stadtführung war im wei­testen Sinne die Geschichte der Stadt vom 11. Jahrhundert bis zum Jahr 1945, zu der Professor Rohdewald zahlreiche Anmerkungen insbesondere zu Verflechtungen mit dem Osmanischen Reich in der Frühen Neuzeit beisteuerte.

Weitere geplante Programmpunkte wie ein Treffen mit dem Kassai Magyarok Fóruma/ Fórum Maďarov v Košiciach, einer Vertretung der ungarischen Minderheit in der Stadt, sowie dem Karpaten­deutschem Verein, mussten leider entfallen.

Dafür bekamen wir durch eine gebuchte Fremdenführerin das sozialistische Košice gezeigt und eine Einführung in die städtebauliche und stadtplanerische Politik im Sozialismus und nach der Wende.

Sonstige Informationen:

– Stadtporträt:
Die Stadtgeschichte von Košice:

Die ostslowakische Stadt Košice (deutsch Kaschau, ungarisch Kassa, romani Kascha) war 2013 neben Marseille europäische Kulturhauptstadt und ist nach Bratislava die zweitgrößte Stadt der Slowakei (Stand 2014: 239.464 Einwohner).

Košice liegt im Košicer Kessel im Tal des Flusses Hornád und wird im Westen von den Ausläufern des Slovenské rudohorie (Slowakisches Erzgebirge) und im Osten vom Gebirgszug Slanské vrchy (Sovarer Gebirge) begrenzt. Ungarn liegt in 20 Kilometern Entfernung, Ukraine und Polen in 80 bzw. 90 Kilome­tern.

Die Stadt hat das flächenmäßig größte denkmalgeschützte Stadtgebiet der Slowakei, ist außerdem Uni­versitätsstadt, Sitz des Verfassungsgerichtes und ein Zentrum der Minderheit der Roma.

Die frühere Bedeutung der Stadt, deren schriftliche Ersterwähnung aus dem Jahr 1230 stammt, lässt sich an dem Münzgoldschatz der Stadt, vor allem aber am Dom der Hl. Elisabeth ablesen. Er wurde ab 1380 etappenweise errichtet und stellt die größte Kirche der heutigen Slowakei und die östlichste go­tische Kathedrale westlichen Typs dar.

Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns fiel Košice von Ungarn an die Tschechoslowakei und war im Sommer 1919 Sitz der „Slowakischen Räterepublik“. 1945 war die Stadt für kurze Zeit sogar Hauptstadt der Tschechoslowakei. In dieser Zeit wurde das „Kaschauer Programm“ über die Nachkriegsgestaltung der Tschechoslowakei verabschiedet.

[Für eine ausführlichere Darstellung siehe den Exkursionsreader, Seite 83–84.]

– Wettervorhersage:
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Košice im September:
Maximal: 20° C / Minimal: 9° C / Regentage: 10

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