Wie alles begann. Die Karpaten-Exkursion der Osteuropäischen Geschichte Gießen 2016

Die Idee zu einer Exkursion in die Karpaten entstand auf der Vorgänger-Exkursion nach Nordostpolen und Belarus im Jahr 2014. Aus diesem Einfall von Stanislava Kolková und Sebastian Paul, die zu diesem Zeitpunkt nur eine grobe Ahnung hatten, wie eine solche Exkursion aussehen könnte, entwickelte sich im Laufe der Zeit eine immer konkretere Vor­stellung.

Dass unter der Studierenden reges Interesse an einer solchen Karpaten-Exkursion bestand, zeigte eine erste Infoveranstaltung zu Beginn des Sommersemesters 2016. Der Raum, in dem sonst das Oberseminar der Osteuropäischen Geschichte stattfindet, war bis auf den letzten Platz besetzt. So groß die Freude über die vielen interessierten Studentinnen und Studenten war, so klar war gleichzeitig auch, dass es nicht ausreichend Plätze für alle geben würde. Deshalb entschied ein Bewerbungsverfahren, für das ein Motivationsschreiben ein­gereicht werden musste, über die Teilnahme an der Exkursion. Achtzehn Studierenden konnte schlussendlich zugesagt werden. Zusammen mit den Mitarbeitern des Instituts konnten also 27 Teilnehmer mit in die Karpaten!

Währenddessen gingen die weiteren Planungen voran. Einen Programmentwurf gab es zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Monaten, es kam jedoch im Laufe der Zeit zu einigen Änderungen. Die Tatsache, dass so eine Exkursion einiges an Vorlauf braucht, bestätigte sich für unsere Organisatoren Stanislava Kolková, Dr. Nazarij Gutzul und Sebastian Paul dabei immer wieder. Hierfür wurde der Rat von Historikerkollegen und anderen AnsprechpartnerInnen in der Slowakei, Ru­mänien und in der Ukraine gesucht. Mit ihnen wurde das Programm nach und nach weiterentwickelt, Ortstermine vereinbart, Busse, Unterkünfte, Führungen und vieles mehr gebucht. Auch konnte Daniel Müller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gießener Slawistik, mit seiner außergewöhnlichen Kenntnis der Russinischen Nationalbewegung sowohl in der Slowakei als auch in der Karpatoukraine für die Exkursion gewonnen werden. Dr. Rayk Einax sei an dieser Stelle von den Organisatoren für seine Unterstützung im Hinblick auf den rumänischen Teil der Reise gedankt!

Mitte Juli fand dann ein ganztägiger Exkursionsworkshop statt. Darin wurden organisato­rische Dinge wie beispielsweise Anreisemöglichkeiten (An- und Abreise gestaltete jeder in­dividuell) geklärt oder der Hinweis gegeben, für die Ukraine Reisepass und eine Auslands­krankenversicherungsbescheinigung einzupacken. Außerdem wurden erste Referate ge­halten. Sie sollten Basiswissen bereitstellen und auf die Exkursion einstimmen. Dazu steu­erten die Referentinnen und Referenten Textempfehlungen zu ihrem Thema in Form eines wissenschaftlichen Aufsatzes oder ähnlichem bei. Dies sollte der restlichen Reise­gruppe geeignete Lektüre zur Vertiefung an die Hand geben. Nach und nach kamen wei­tere Leseempfehlungen hinzu, vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Daniel Müller für seine zahlreichen Hinweise und Tipps!

Diejenigen, die ihr Referat während der Exkursion hielten, wurden gebeten, ihre Empfeh­lungen bis Ende August einzusenden. Die Resonanz unter den Referentinnen und Refe­renten war dabei groß, viele reichten sogar mehrere Texte zu ihrem Thema ein. Sie wurden zusammen mit dem Programm, ein- bis zweiseitigen Städteporträts der einzelnen Reise­ziele und Stadtplänen von Franziska Ramisch zu einem digitalen Reader zusammengefasst, der stolze vierhundert Seiten umfasst. Das Printexemplar dieses Readers kann in der Osteuropäischen Geschichte ausgeliehen wer­den. Auf ihre Initiative hin entstand nach der Reise dieser Blog mit redaktioneller Unterstützung von Herrn Sebastian Paul und Herrn Oliver Hegedues. Vielen Dank dafür an die beiden!

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